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Hopplaaaaa...
ja, da bin ich also.
Nenn mich doch einfach Beule, denn später einmal, nennen mich alle
Menschen, in denen ich mir ein Heim schaffe, so.
Auf einmal bin ich da, egal, wie alt, groß, schwer, arm oder reich
Du bist.
Ich kann Dir nicht mal sagen, wieso ich mir gerade Dich aussuche.
Aber bei Dir gefällt es mir und Du wirst mich als Deinen treuesten
Wegbegleiter behalten.
Ist doch eine feine Sache – endlich hast Du etwas, was nur Dir
gehört, denn ich pflanze mich nun auf und in Dir fort.
Meine Kollegen tun übrigens nichts Anderes, bei ca. 1 % all Deiner
Landsleute.
Ich komme schleichend, weil ich Dich nicht erschrecken will. Du
wirst wegen mir viele Schmerzen erdulden müssen und ich bin dann
immer noch nicht fertig mit Dir.
*fieses grinsen*
Erst aber habe ich es mir gemütlich gemacht in Deiner Achsel.
Kollegen von mir finden ja die Steißbeingegend interessanter.
Wieder andere Kumpane setzen sich gerne erstmal in der Leiste oder
gar im Intimbereich, zu gern auch in den gemütlichen
Unterbrustfalten nieder.

Ich sehe nicht hässlich aus *fieses lachen* - Erstmal!
Leicht gerötet, mit einer kleinen Erhebung. Du merkst es nun
schon, denn es juckt, beißt und schmerzt. Ich liebe es, wenn die
Staphylokokken und anderen Bakterien endlich mit ihrer Arbeit
beginnen. Denn ohne sie wäre ich nichts wert.
Ja und nun spürst Du mich schon ganz deutlich. Und Du siehst mich
nun auch.
Nichtbeachten ist zwecklos, denn ich bin da!
Nimm ruhig Deine Schmerzmittel – mir macht das nicht viel aus.
Ich schmerze und ich habe eine Freude daran, Dir noch mehr weh zu
tun.
Nenn mich ruhig „Scheiß Beule“, versuch nur, mich mit Antibiotika
und all dem anderen entzündungshemmenden und ziehenden Salben im
Zaum zu halten.
Ich gewinne letztendlich fast immer. Wenn nicht jetzt und hier,
dann das nächste Mal.
Ich wachse und gedeihe prächtig und langsam werden es so viele
Bakterien in mir, dass ich mir einen Weg bahnen muss.
Ich brauche mehr Platz.
Wo geh ich nur hin? Am Besten ist es wohl, ich gehe in mehrere
Richtungen, verteile mich wie einem Fuchsbau in Dir. Füchse bauen
nämlich ihre heimlichen unterirdischen Gänge nicht anders als ich.
Oh weh… jetzt hab ich mich auch noch nach oben verlaufen. Na gut…
dann platze ich halt aus Deiner Haut heraus und entleere mich, war
ja nun auch lange Tage hier und quälte Dich erst einmal zur
Genüge. Die Bakterien im Eiter waren richtig fleißig und haben
sich im Höllentempo vermehrt. Ja, genau so muss es sein, so
gefällt es mir!
Spätestens ab der Zeit hast Du mich für immer bei Dir.
Nenne mich ruhig ab sofort chronische, immer wiederkehrende (rezidivierende)
Abszesse
In Deinem Kopf und in Deinem Leben bleibe ich für Dich „Deine
Beule“
Überall wo ich war, hinterlasse ich die Spur der Erinnerung.
Die Haut verfärbt in dunklem Ton, Narben und Löcher zieren sie. Du
kannst mich nicht mehr vergessen.
Ich bin DA! Äußerlich wie innerlich – Dein Körper und Deine Seele
… sie gehören für immer mir – Der AKNE INVERSA!
©Sabine Heinlein,
www.akne-inversa-club.info Wer diesen Text nutzen
möchte, kann dies mit Angabe des Copyrights gerne tun. |